Gottesdienstordnung

 

Die Früh- und Hauptgottesdienste an Sonn- und Feiertagen werden - falls kein Familiengottesdienst stattfindet - in der Regel als Evangelische Messe gefeiert. Die Gottesdienstordnung unserer Gemeinde sieht dafür folgenden liturgischen Ablauf vor:

 

 

Orgelmusik zum Einzug

 

 

Eingangslied

 

 

Begrüßung, Biblisches Votum und Rüstgebet

 

 

Sündenbekenntnis

 

An regulären Sonn- und Feiertagen wird die Kurzform gesprochen:

 

Gemeinde:

"Der allmächtige Gott erbarme sich unser, er vergebe uns unsere Sünde und führe uns zum ewigen Leben. Amen."

 

Zu ernsten Anlässen mit starkem Bußcharakter, z.B. am Buß- und Bettag oder in Bußgottesdiensten während der Fasten- oder Adventszeit, kann auch das große Sündenbekenntnis gesprochen werden:

 

Gemeinde:

"Allmächtiger Gott, barmherziger Vater! Ich armer , elender, sündiger Mensch bekenne dir alle meine Sünde und Missetat, die ich begangen mit Gedanken, Worten und Werken, womit ich dich erzürnt und deine Strafe zeitlich und ewiglich verdient habe. Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr, und ich bitte dich um deiner grundlosen Barmherzigkeit und um des unschuldigen, bitteren Leidens und Sterbens deines lieben Sohnes Jesus Christus willen, du wollest mir armem sündhaften Menschen gnädig und barmherzig sein, mir alle meine Sünden vergeben und zu meiner Besserung deines Geistes Kraft verleihen. Amen."

EG 847

 

 

Absolution

 

Liturg:

"Nimm von uns, Herr, unsere Sünde und verleihe uns, dass wir mit lauterem Herzen und reinen Lippen diesen Gottesdienst feiern und dich preisen, durch Christus, unsern Herrn. Amen."

 

 

Psalm

 

An dieser Stelle wird der für den Sonn- oder Feiertag vorgesehene Psalm im Wechsel zwischen Liturg und Gemeinde gesprochen, bzw. vom Pfarrer allein zitiert oder vom Chor gesungen.

 

 

Gloria Patri

 

Am Ende des Psalms ergeht an die Gemeinde folgende Einladung:

 

Liturg:

"So kommt und lasst uns anbeten:"

 

Die Antwort der Gemeinde auf diese Einladung lautet:

 

Gemeinde:

"Ehr' sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen."

EG 177.2

 

Falls der vorausgehende Psalm vom Chor gesungen wird, kann auch der Chor das "Gloria Patri" übernehmen. In der Karwoche entfällt das "Gloria Patri".

 

 

Kyrie eleison

 

Liturg: "Kyrie eleison." - Gemeinde: "Herr, erbarme dich."

Liturg: "Christe eleison." - Gemeinde: "Christe, erbarme dich."

Liturg: "Kyrie eleison." - Gemeinde: "Herr, erbarm dich über uns."

EG 178.2

 

An dieser Stelle kann auch ein anderer, kirchenjahreszeitlich geprägter Kyrie-Gesang erfolgen. Auch der Chor kann den Gesang des "Kyrie eleison" übernehmen.

 

 

Gloria in excelsis Deo

 

Liturg: "Ehre sei Gott in der Höhe ..." oder "Gloria in excelsis Deo ..."

Gemeinde: "... und auf Erden Fried', den Menschen ein Wohlgefallen."

 

Gemeinde:

"Allein Gott in der Höh' sei Ehr' und Dank für seine Gnade,

darum dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade'.

Ein Wohlgefall'n Gott an uns hat; nun ist groß Fried' ohn' Unterlass,

all Fehd' hat nun ein Ende."

EG 179, 1

 

An diese Stelle kann auch ein anderer Gloria-Gesang treten. Ebenso kann der Chor den Gesang des "Gloria in excelsis Deo" übernehmen. Vom 2. bis zum 4. Adventssonntag sowie in der Fasten- oder Passionszeit und am Buß- und Bettag entfällt das "Gloria in excelsis Deo".

 

 

Salutatio und Tagesgebet

 

Liturg: "Der Herr sei mit euch."

Gemeinde: "Und mit deinem Geist."

Liturg: Tagesgebet (gesprochen oder gesungen)

Gemeinde: "Amen."

 

 

Epistel

 

An dieser Stelle verliest der Lektor oder die Lektorin die Epistel, die mit dem Halleluja-Vers schließt.

 

 

Halleluja

 

Gemeinde: "Halleluja, Halleluja, Halleluja."

EG 181.3

 

Die Melodien des "Halleluja" variieren je nach Kirchenjahreszeit und Anlass. In der Fasten- oder Passionszeit sowie an den drei Sonntagen davor und am Buß- und Bettag entfällt das "Halleluja".

 

 

Graduale

 

An dieser Stelle singt die Gemeinde das Lied der Woche oder das Lied des Tages.

 

 

Verkündingung des Evangeliums

 

Die Verkündigung des Evangeliums wird mit den beiden folgenden Dialogen umrahmt:

 

Liturg oder Lektor: "Das Evangelium steht bei ..."

Gemeinde: "Ehr' sei dir, o Herre."

 

Liturg oder Lektor: Verlesung des Evangeliums

 

Liturg oder Lektor: "Evangelium unseres Herrn Jesus Christus."

Gemeinde: "Lob sei dir, o Christe."

 

 

Credo

 

An dieser Stelle des Gottesdienstes wird in der Regel das apostolische Glaubensbekenntnis gesprochen:

 

Gemeinde:

"Ich glaube an Gott,

den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel;

er sitzt zur Rechten Gottes,

des allmächtigen Vaters;

von dort wird er kommen,

zurichten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten

und das ewige Leben.

Amen."

EG 853

 

An gewöhnlichen Sonntagen kann das Glaubensbekenntnis auch durch ein Glaubenslied ersetzt werden. Falls im Gottesdienst Taufen stattfinden, entfällt das Glaubensbekenntnis an dieser Stelle und wird später im Rahmen der Taufhandlung gesprochen. An hohen Feiertagen wird das große Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel gesprochen:

 

Gemeinde:

"Wir glauben an den einen Gott,

den Vater, den Allmächtigen,

der alles geschaffen hat,

Himmel und Erde,

die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn Jesus Christus,

Gottes eingeborenen Sohn,

aus dem Vater geboren vor aller Zeit:

Gott von Gott, Licht vom Licht,

wahrer Gott vom wahren Gott,

gezeugt, nicht geschaffen,

eines Wesens mit dem Vater;

durch ihn ist alles geschaffen.

Für uns Menschen und zu unserm Heil

ist er vom Himmel gekommen,

hat Fleisch angenommen

durch den Heiligen Geist

von der Jungfrau Maria

und ist Mensch geworden.

Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,

hat gelitten und ist begraben worden,

ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift

und aufgefahren in den Himmel.

Er sitzt zur Rechten des Vaters

und wird wiederkommen in Herrlichkeit,

zu richten die Lebenden und die Toten;

seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist,

der Herr ist und lebendig macht,

der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,

der mit dem Vater und dem Sohn

angebetet und verherrlicht wird,

der gesprochen hat durch die Propheten,

und die eine, heilige, christliche und apostolische Kirche.

Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.

Wir erwarten die Auferstehung der Toten

und das Leben der kommenden Welt.

Amen."

EG 854

 

  

Lied vor der Predigt

 

 

Predigt

 

Falls einer der bereits im Gottesdienst verlesenen Texte auch der Predigttext ist, erfolgt an dieser Stelle sofort die Predigt; falls nicht, wird zunächst der für den Tag vorgesehene Predigttext verlesen.

 

 

Lied nach der Predigt

 

Falls im Gottesdienst Taufen stattfinden, wird das Lied nach der Predigt durch ein Tauflied ersetzt. Im Anschluss an das Tauflied erfolgt dann die Taufhandlung mit dem Glaubensbekenntnis.

 

 

Abkündigungen

 

An dieser Stelle werden die Nachrichten aus der Gemeinde verlesen und die Ergebnisse der Kollekten der letzten Gottesdienste bekannt gegeben.

 

 

Fürbittgebet

 

An dieser Stelle erfolgt das Gebet für uns sowie für andere und für besondere Anliegen. Die Gemeinde kann mit einem geeigneten Ruf - gesprochen oder gesungen - in die Fürbitten miteinstimmen. Auf jeden Fall beschließt die Gemeinde die Fürbitten am Ende wie folgt:

 

Gemeinde:

"Amen." (gesungen oder gesprochen)

 

 

Abendmahlslied

 

An dieser Stelle kann ein zusätzliches Abendmahlslied gesungen werden.

 

 

Praefation

 

Die Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl erfolgt mit folgendem gesungenen oder gesprochenen Dialog:

 

Liturg: "Der Herr sei mit euch."

Gemeinde: "Und mit deinem Geiste."

Liturg: "Erhebet eure Herzen."

Gemeinde: "Wir ergeben sie zum Herren."

Liturg: "Lasset uns Dank sagen dem Herren, unserm Gotte."

Gemeinde: "Das ist würdig und recht."

Liturg: Praefationsgebet

 

 

Sanctus und Benedictus

 

Gemeinde:

"Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herre Zebaoth: voll sind Himmel und Erde seiner Herrlichkeit. Hosianna in der Höhe. Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herren. Hosianna in der Höhe."

EG 185, 1

 

Es kann auch ein anderer Sanctus/Benedictus-Gesang erfolgen. Ebenso kann der Chor den Gesang des "Sanctus" und des "Benedictus" übernehmen.

 

 

Abendmahlsgebet und Einsetzungsworte

 

Liturg: Abendmahlsgebet - 1. Teil

Liturg: Einsetzungsworte des Heiligen Abendmahls

 

Nach den Einsetzungsworten des Heiligen Abendmahls erfolgt gesungen oder gesprochen folgender Dialog:

 

Liturg: "Geheimnis des Glaubens."

Gemeinde: "Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit."

EG 189

 

Liturg: Abendmahlsgebet - 2. Teil

 

 

Vaterunser

 

Während die ganze versammelte Gemeinde das Vaterunser betet, wird die Vaterunser-Glocke geläutet.

 

 

Friedensgruß

 

Liturg: "Der Friede des Herrn sei mit euch allen."

Gemeinde: "Friede sei mit dir."

 

 

Agnus Dei

 

Gemeinde:

"Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd' der Welt, erbarm' dich unser. Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd' der Welt, erbarm' dich unser. Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd' der Welt, gib uns deinen Frieden. Amen."

EG 190.2

 

Es kann auch ein anderer Agnus Dei-Gesang erfolgen. Ebenso kann der Chor den Gesang des "Agnus Dei" übernehmen.

 

 

Austeilung des Heiligen Abendmahls

 

Während die Gemeinde am Heiligen Abendmahl teilnimmt erklingt Instrumentalmusik und/oder Chorgesang.

 

 

Danksagung

 

Nach der Austeilung des Heiligen Abendmahls erfolgt dieser Dialog:

 

Liturg: "Danket dem Herrn, denn er ist freundlich. (Halleluja.)"

Gemeinde: "Und seine Güte währet ewiglich. (Halleluja.)"

Liturg: Dankgebet (gesprochen oder gesungen)

Gemeinde: "Amen."

 

Das jeweils angehängte "Halleluja" entfällt in der Fasten- oder Passionszeit sowie an den drei Sonntagen davor und am Buß- und Bettag!

 

 

Schlusswort und Verabschiedung

 

An dieser Stelle hat der Liturg die Möglichkeit noch einmal auf besondere Veranstaltungen hinzuweisen oder eine Einladung zu einer dem Gottesdienst folgenden Veranstaltung auszusprechen. Die Verabschiedung erfolgt in der Regel mit einer nochmaligen Verlesung des Biblischen Votums der Woche oder des Tages.

 

 

Segen und Sendung

 

Zum Segen und zur Sendung wird folgender Dialog gesungen oder gesprochen:

 

Liturg: "Gehet hin im Frieden des Herrn."

Gemeinde: "Gott sei ewiglich Dank."

 

Liturg: Segen

 

Gemeinde: "Amen." (gesprochen einmal; gesungen dreimal)

 

 

Schlusslied

 

 

Orgelmusik zum Auszug

 

 

 

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