Kircheneintritt

 

(Wieder-) Eintritt in die Evangelische Kirche

 

Sie möchten (wieder) Mitglied in der Evangelischen Kirche werden? Sie möchten aus einer anderen Glaubensgemeinschaft in die Evangelische Kirche wechseln? Das geht sehr einfach und kostet nicht einmal etwas.

 

Für die Neu- oder Wiederaufnahme gibt es zwei Möglichkeiten:

 

1. Sie können die Pfarrer unserer Gemeinde ansprechen, werden in unserer Gemeinde (wieder) in die Kirche aufgenommen und als neues Mitglied unserer Gemeinde begrüßt.

 

2. Sie können sich an die zentrale (Wieder-) Eintrittsstelle des Kirchenkreises Herne wenden und werden dort nach einem Aufnahmegespräch von einer Pfarrerin oder einem Pfarrer in die Evangelische Kirche aufgenommen - in eine Gemeinde unseres Kirchenkreises oder auch in eine andere Gemeinde der Evangelischen Kirche in Deutschland.

 

Zu dem Aufnahmegespräch müssen Sie lediglich Ihren Personalausweis oder Reisepass und - falls vorhanden - eine Taufbescheinigung und eine Austrittsbescheinigung mitbringen.

 

Sollten Sie noch nicht getauft sein, können Sie sich in der Eintrittsstelle über die Möglichkeit, sich taufen zu lassen, informieren. Erwachsenentaufen sind nichts ungewöhnliches; sie konmen in letzter Zeit sogar immer häufiger vor. Die Taufe ist sichtbares Zeichen und Sakrament, mit dem Menschen in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen werden. Deshalb ist sie auch Voraussetzung für die Kirchenmitgliedschaft. Alles Weitere wird im persönlichen Gespräch geklärt.

 

Die zentrale (Wieder-) Eintrittsstelle finden Sie in der Kreuzkirche an der Bahnhofstraße 8 in der Herner Innenstadt. Sie ist donnerstags von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei unseren Pfarrern oder beim Kirchenkreis Herne. www.kk-herne.de

 

 

 

Zwölf Gründe in der Kirche zu sein

  

1. Im christlichen Glauben bewahrt die Kirche eine Wahrheit, die Menschen sich nicht selber sagen können. Daraus ergeben sich Maßstäbe für ein verantwortungsbewusstes Leben.

 

2. In der Kirche wird die menschliche Sehnsucht nach Segen gehört und beantwortet.

 

3. Die Kirche begleitet Menschen von der Geburt bis zum Tod. Das stärkt auf geheimnisvolle Weise.

 

4. In der Kirche können Menschen an einer Hoffnung auf Gott teilhaben, die über den Tod hinausreicht.

 

5. Die Kirche ist ein Ort der Ruhe und Besinnung. Unsere Gesellschaft ist gut beraten, wenn sie solche Orte pflegt.

 

6. In der Kirche treten Menschen mit Gebeten und Gottesdiensten für andere ein. Sie tun das auch stellvertretend für die Gesellschaft.

 

7. Die kirchlichen Sonn- und Feiertage mit ihren Themen, ihrer Musik und ihrer Atmosphäre prägen das Jahr. Die Kirche setzt sich dafür ein, diese Tage zu erhalten.

 

8. In Seelsorge und Beratung der Kirche wird der ganze Mensch ernstgenommen und angenommen.

 

9. In Krankenhäusern und anderen sozialen Einrichtungen der Kirche schaffen viele haupt- und ehrenamtlich Engagierte ein besonderes, menschliches Klima.

 

10. Wer die Kirche unterstützt, übt Solidarität mit den Schwachen und Benachteiligten.

 

11. Kirchliche Musik und Kunst sind bis heute prägende Kräfte unserer Kultur.

 

12. Wo immer Menschen hinkommen oder hinziehen, treffen sie auch die weltweite christliche Gemeinschaft. Dazu kann jede und jeder beitragen.

 

Quelle: Amt für Öffentlichkeitsdienst der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche, Broschüre "12 Gründe in der Kirche zu sein"

 

 

 

Zehn Fragen und Antworten zum Thema (Wieder-) Eintritt in die evangelische Kirche

 

1. An wen muss man sich wenden, wenn man wieder in die Kirche eintreten will?

Der Weg (zurück) in die Kirche führt in Westfalen in der Regel über die Kirchengemeinde, normalerweise die des Wohnortes. Wer sich diesen Schritt überlegt, sollte ein Gespräch mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin suchen. Wer das ist, erfährt man im Zweifel durch einen Blick in das örtliche Telefonbuch: Unter "Kirchen, evangelische" findet man den richtigen Anschluss. Viele Kirchengemeinden finden Sie auch schon im Internet. Völlig "anonym" kann man also nicht Mitglied der evangelischen Kirche werden. Aufgenommen wird man vom Presbyterium (der Gemeindeleitung) der Kirchengemeinde, in deren Bereich man wohnt. Das ist die Regel.

 

2. Gibt es noch eine andere Möglichkeit zum (Wieder-)Einritt?

Ja. Immer mehr Kirchenkreise bieten Eintrittsstellen an. Sie liegen meist zentral. Dort kann man die notwendigen Vorgespräche führen und in die Evangelische Kirche von Westfalen eintreten.

 

3. Was ist, wenn man zu einer anderen Gemeinde mehr Kontakt hat als zu seiner eigentlichen Heimatgemeinde?

Wer eine besondere Bindung an eine andere als die Wohnsitzgemeinde hat und nach den örtlichen Verhältnissen auch dort am Gemeindeleben teilnehmen kann, kann als Ausnahmeregelung die Aufnahme auch in dieser "Wunschkirchengemeinde" beantragen. Besondere bürokratische Hindernisse gibt es dabei nicht.

 

4. Wird man beim Wiedereintritt noch einmal getauft?

Die Taufe ist einmalig. Sie wird von allen Kirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) gegenseitig anerkannt. Darum werden Wiedereintrittswillige nicht noch einmal getauft, wenn Sie früher einer anderen anerkannten christlichen Gemeinschaft angehört haben.

 

5. Und wenn man vorher keiner christlichen Gemeinschaft angehört hat?

Dann wird man durch die Taufe in die evangelische Kirche aufgenommen. Dem Gottesdienst gehen in der Regel ein Taufunterricht oder ein paar Taufgespräche voraus. Der Täufling kann so den christlichen Glauben näher kennen lernen.

 

6. Wird man geprüft, wenn man wieder in die Kirche eintritt?

Zumeist nicht. Vorgesehen sind in der Regel nur ein Gespräch mit einem Pfarrer oder einer Pfarrerin sowie die Teilnahme an einem Gottesdienst mit Teilnahme am Abendmahl. Aber natürlich sollte man sich vorher schon fragen, wie ernst man es mit der Kirche meint.

 

7. Wird man der Gemeinde vorgestellt?

Nicht ausdrücklich. Wenn gewünscht, kann aber der Eintritt in einem Gottesdienst bekannt gemacht werden.

 

8. Welche Unterlagen werden benötigt?

Sofern man dem Pfarrer oder der Pfarrerin nicht persönlich bekannt ist, sollte man den Personalausweis dabei haben. Außerdem werden bei einem Wiedereintritt die Daten über den Kirchenaustritt (Austrittsbescheinigung) und möglichst auch die Taufurkunde benötigt.

 

9. Was kostet mich der Eintritt?

Der Eintritt in die evangelische Kirche ist, im Unterschied zum Austritt bei den staatlichen Stellen, kostenlos.

 

10. Was kostet mich die Mitgliedschaft in der evangelischen Kirche?

Es gibt viele Kirchenmitglieder, die gar keine Kirchensteuer zahlen (z. B. Jugendliche, Studierende, Arbeitslose, Rentner). In der Regel müssen neun Prozent der Lohn- oder Einkommenssteuer bezahlt werden. Dies gilt ab einem Bruttoeinkommen von 899,99 € für Ledige, 1.703,99 € für Verheiratete und 2.258,99 € für Verheiratete mit einem Kind. Wer 2.500 € brutto im Monat verdient und verheiratet ist, zahlt nur 12,69 € Kirchensteuer monatlich. Die Kirchensteuer kann als Sonderausgabe von der Einkommenssteuer abgesetzt werden. So verringert sich Ihre Steuerschuld. Die Kirche ist dankbar, dass ihre Mitglieder die kirchliche Arbeit mit Spenden und Kollekten und vor allem mit der Kirchensteuer unterstützen. Falls Sie eine Lohnsteuerkarte haben: Bitte lassen Sie Ihre Kirchenzugehörigkeit nach Ihrem Wiedereintritt eintragen.

 

 

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